Im Jahr 1891 legte Papst Leo XIII. mit seiner Enzyklika „Rerum Novarum“ den Grundstein der katholischen Soziallehre. Über 130 Jahre später sorgte ein symbolträchtiger Schritt für mediale Aufmerksamkeit: Der aus Chicago stammende Robert Kardinal Prevost wählte nach seiner Wahl zum Papst den Namen Leo XIV. Anlass für Spekulationen, ob eine Fortentwicklung der Soziallehre in Zeiten von Künstlicher Intelligenz bevorsteht. Wird es bald eine erste „Digital-Enzyklika“ geben?

Passend zu dieser aktuellen Diskussion veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) e.V. vom 8. bis 10. August 2025 ein Grundlagenseminar zur katholischen Soziallehre in Königswinter. Eingeladen waren Mitglieder der katholischen Studentenverbände CV, KV, UV und RKDB.

Rund 30 Teilnehmer nahmen an dem Seminar teil und erhielten am Freitag und Samstag durch Mag. theol. Lars Schäfers eine fundierte Einführung in die Prinzipien, die Entwicklung und die Relevanz der katholischen Soziallehre. Ziel war es, das Gedankengebäude nicht nur theoretisch zu erschließen, sondern seine praktische Umsetzung zu beleuchten.

Dazu diskutierten die Teilnehmer mit zwei hochkarätigen Gästen: Herr General a.D. Josef Blotz, Großhospitalier des Souveränen Malteserordens, sowie ein erfolgreicher Bonner Unternehmer und Mitglied des BKU, gaben Einblicke, wie sie in ihren jeweiligen Berufsfeldern die katholische Soziallehre leben und wie diese ihr Handeln prägt.

Auch außerhalb der offiziellen Programmpunkte wurde angeregt über die Verbindung von Soziallehre und persönlichem Lebensweg gesprochen. Ein intensiver Austausch, der zeigte, wie aktuell und relevant die katholische Soziallehre heute ist.

Die AGV blickt auf ein erfolgreiches Seminar zurück und freut sich schon jetzt darauf, auch im kommenden Jahr wieder viele interessierte Farbenbrüder und Farbenschwestern zu einem inspirierenden Seminar begrüßen zu dürfen.